Gemeinde St. Martin in Bexbach

Gelungene Premiere der ökumenischen "Nacht der Kirchen"

Faden-Brücke zwischen den zwei Kirchen gebildet

Da ja während der letzten beiden Jahre wegen Corona die „Nacht der Kirchen Saar“ ausgefallen war und zuvor konfessionell getrennt begangen wurde, hatte sie dieses Jahr mit einer ökumenischen Durchführung Premiere. Und die darf nicht nur aufgrund der unerwarteten großen Resonanz als Erfolg gefeiert werden, sondern auch aufgrund der gelungenen vielseitigen Angebote und Aktivitäten. Das Motto „Hoffnungsvolle Wege“ stellte die Lektorin Bettina Best eingangs in der protestantischen Kirche in den Mittelpunkt. Jesus habe uns Menschen nicht gesagt, er kenne den Weg und er führe uns, sondern er sei geradezu dieser Weg selbst: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben.“ Nur dieser Weg führe zur neuen Welt Gottes, zum Himmel.

An ihre Kurzandacht, die auch von der katholischen Gemeindereferentin Silke Stein begleitet wurde, schloss sich ein musikalischer Teil zum Mitsingen an. Der Organist Marco Welker verstand es hierbei, durch seine musikalische Vielseitigkeit und lockere Präsentation die modernen Kirchenlieder dem Publikum schmackhaft zu machen. Anschließend war es Pfarrer HansDieter Heck vorbehalten, eine originelle, humorvolle, aber sehr profunde Kirchenführung der Levy-Kirche vorzunehmen. Anhand einer Zahlensymbolik führte er den Besuchern die wichtigsten theologischen und biblischen Merkmale des Gotteshauses vor. Marco Welker rundete denn auch den ersten Teil der ‚Kirchennacht' mit einer sorgfältig einstudierten Orgelführung und –demonstration harmonisch ab.

Der zweite Teil dieses Abends bestand aus einer gemeinsamen Wegstrecke von der protestantischen zur katholischen Kirche. An drei Stationen wurde hierbei innegehalten: Vorplatz vor der protestantischen Kirche, Parkplatz „Krone“ und Vorplatz der katholischen Kirche. Silke Stein, Anna Schwinn und Verena Lorig lasen jeweils Texte zum Thema „Hoffnungsvolle Wege“ vor. Grüne Bänder mit den zuvor individuell aufgeschriebenen Hoffnungen auf eigens ausgehändigten Kärtchen wurden über das gemeinsame, sehr lange grüne Band der Hoffnung am Geländer der katholischen Kirche als Ort des Glaubens festgemacht. 

Auf dem Vorplatz der. Kirche St. Martin brannte bereits das von Gregor Eisel entfachte Pfingstfeuer und die Mitglieder des Gemeindeausschusses bewirteten mit Chili con Carne und mancherlei Getränken die Gäste. Um das Feuer, die Stehtische und im Gemeindehaus waren genügend Platz und Zeit, um sich in geselliger, entspannter Runde zu unterhalten und sich näher auszutauschen. 

Der dritte Teil fand in der von Hans Glößner stimmungsvoll illuminierten und geschmückten St. Martin-Kirche statt. Meditatives, Besinnliches und Musikalisches unter dem Motto wurde zu Gehör gebracht: Dorothee Glößner, Achim Rackl und Ludwig Baßler waren für Texte, Elena Hermann und der ökumenisch besetzte Chor Bexx unter der Leitung von Bernhard Wittling für die Orgel und den Gesang verantwortlich. Abschließend bedankte sich der ökumenische Vorbereitungskreis für die rege und aktive Teilnahme der Anwesenden, bei allen, die zum Gelingen des Abends in irgendeiner Weise beigetragen haben und drückte seinen Wunsch aus, dass diese ökum. Aktion nicht die letzte dieser Art gewesen sei. (Ludwig Baßler )


Platz für Treffen und Begegnungen

Vorplatz der Kirche St. Martin eingeweiht

Die Gesichter strahlten mit der Sonne um die Wette. Grund genug gab es: endlich wurde der Vorplatz der Gemeinde St. Martin eingeweiht. Zahlreiche Besucher feierten den Festgottesdienst auf dem Platz mit und gönnten sich anschließend ein paar vergnügliche Stunden.

„Begegnung ist hier großgeschrieben.“ Damit drückte Pfarrer Ulrich Weinkötz bereits in der Begrüßung das größte Anliegen aus, das er mit dem Pastoralteam und dem Pfarreirat mit diesem Vorplatz verbindet: Symbolisch stehen dafür die Schatten spendende Linde und die verschiedenen Sitzgelegenheiten. Von dem Platz sollen Herzlichkeit und Freundlichkeit ausgehen, er solle Menschen ansprechen und einladend wirken. Auch soll er den Weg zur Kirche frei machen, wo sie Gott, aber auch den Mitmenschen im Gebet begegnen können. Später segnete er den Platz. Musikalisch umrahmten den Gottesdienst der Kirchenchor und der Chor Bexx.

Daten und Fakten zum Werdegang der Umgestaltung des gesamten Ensembles von Kirche, Gemeindezentrum und Pfarrhaus legte der Pfarrer am Ende dar: Bereits 2017 wurde das ehemalige Schwesternwohnheim abgerissen; eine Stele erinnert an das segensreiche Wirken der Ordensfrauen. Gleichzeitig wurde mit dem Bau des neuen Gemeindezentrums St. Martin begonnen. Es ergab sich eine große Freifläche, die die drei Gebäude erschließen und barrierefrei verbinden sollte. Und s entstand ein „Kommunikations- und Treffpunkt“ – auch ein Ort für Feste und Feiern der Kirchengemeinde und der Stadt Bexbach. Auf Vorschlag von Verantwortlichen des Landes, die ebenso wie die Stadt und die Diözese Speyer mit ins Boot geholt worden waren, wurde der gesamte Planungsbereich vergrößert und die Treppe zur Kirche hin zur Rathausstraße mit in die Überlegungen einbezogen. „So ergab sich die Möglichkeit, dem gesamten Bereich ein einheitliches Gesicht zu geben und auch manche Mängel zu beseitigen“, sagte Pfarrer Weinkötz. Das Hauptportal wurde in diesem Zuge freigestellt, die massiven Brüstungsmauern wurden abgetragen.

Der Vorplatz wurde zu einem „zentralen Ort für Bexbach, er fügt sich architektonisch in das Gesamtbild der erneuerten Stadt hervorragend ein“. Dazu zählte der Pfarrer die einheitliche Pflasterung und die Neugestaltung des Treppenaufgangs zum Hauptportal der Kirche. Er bezeichnete den Platz als einladend, nicht zuletzt, weil er gut beleuchtet ist und weil die kleine Grünanlage Frische, Leben und Farbe ausstrahlt. Der Pfarrer dankte allen, die an der Gestaltung mitgewirkt und mitgearbeitet haben.

Für den schicken Platz muss die Kirchengemeinde tief in die Tasche greifen. Die veranschlagten Kosten bezifferte Pfarrer Weinkötz mit rund 500.000 Euro. Der Bund und das Saarland tragen je ein Drittel, die Stadt Bexbach - aus dem Topf „Aktive Stadt“ - zehn Prozent der förderungsfähigen Baukosten. Die Diözese Speyer gewährt einen Zuschuss von 69.000 Euro. Die Kirchenstiftung St. Martin muss also 100.000 Euro schultern, wobei die Kirchengemeinde Heiliger Nikolaus etwa 22.000 Euro übernimmt.

„Bexbach verändert sein Gesicht, ebenso die Kirchengemeinde.“ Landrat Dr. Theophil Gallo fand nur lobende Worte für den nunmehr hellen Vorplatz. „Hier wurde ein schöner Punkt gesetzt.“ Dass der Platz sich sehen lassen kann, betonte Bürgermeister Christian Prech. Er füge sich prima in die „neue Stadt“ ein, habe einen „Win-win-Effekt für Stadt und Kirche“. Als Bürgermeister hoffe er, viele schöne Feste hier feiern zu können. Pfarreiratsvorsitzender Bernhard Wittling freute sich, dass der Platz auch gut von der Jugend angenommen werde. „Er ist als Treffpunkt für Jung und Alt gleichermaßen geeignet.“

Zu den Klängen der Pfarrkapelle Kirrberg machten sich Junge wie Ältere auf, Essen und Getränke zu besorgen und zu genießen. In der Kirche konnten sich die Erwachsenen über die Neugestaltung des Platzes anhand von Bildern informieren, während die Kinder auf Dosen warfen, Hüte bastelten oder sich schminken ließen.


Provisorische Rampe für die Kirche

Arbeiten am Vorplatz sollen bis Jahresende beendet sein

Die Arbeiten zur Neugestaltung des Vorplatzes an der Kirche St. Martin haben begonnen. In Zusammenarbeit mit dem Land Saarland, der Stadt Bexbach und der Diözese Speyer nimmt - wie geplant - die neu gewonnene Freifläche Gestalt an und kann sich zu einem Mittelpunkt als Kommunikations- und Treffpunkt der Bexbacher entwickeln. Die Arbeiten gehen voran, die Grundleitungen für Wasser und Strom wurden inzwischen neu verlegt. Der Aufbau der Rampe am Seiteneingang nimmt Gestalt an, der teilweise Neuaufbau der Treppe zum Hauptportal wird aber noch Zeit in Anspruch nehmen. Auch wenn die beiden Zugänge zur Kirche noch nicht ganz fertiggestellt sein werden und wir ein Provisorium in Kauf nehmen müssen, so kann seit 5. September die Kirche St. Martin wieder benutzt werden, und es können Gottesdienste, ein Teil der Erstkommunionfeiern, Taufen und Hochzeiten stattfinden. Die Kirche ist wieder täglich geöffnet.

Wir werden uns aber noch etwas in Geduld üben müssen, bis die Steine für den Vorplatz und die Steine für die Treppen und die Rampe gelegt werden können. Die weltweite Pandemie hat auch die Lieferzeiten für diese Steine, die aus China stammen, durcheinandergewirbelt. Es wird Ende Oktober werden, bis die Steine in Deutschland eintreffen.

Wir alle hoffen, dass sich dies auch tatsächlich so darstellt und hoffen zum Advent, die Maßnahme beenden zu können.

Pfarrer Ulrich Weinkötz


Ungewöhnlicher Weißer Sonntag

Erstmals "Brot des Lebens" empfangen

In kleiner, fast familiärer Runde gingen am Sonntag 4 Kinder aus der Gemeinde St. Martin zum Weißen Sonntag. Sie nahmen das Angebot wahr, den Weißen Sonntag noch in diesem Jahr zu feiern. Die weiteren Familien werden dies im nächsten Jahr nachholen.

„Jesus ist die Quelle des Lebens“. Dieses Motto stand über der Vorbereitung, die im März durch die Corona-Einschnitte jäh unterbrochen wurde. „Ihr seid bei eurer Taufe mit dem lebendigen Wasser getauft worden, Gott begleitet euer Leben auch in dieser besonderen Zeit“, so Pfarrer Weinkötz zu Beginn der Feier. Die Emmaus-Geschichte war Ausgangspunkt der Ansprache von Gemeindereferent Gregor Müller.“ Im gemeinsamen Mahl mit Jesus spürten die beiden Jünger, dass Jesus lebt und bei ihnen ist. Diesen Glauben wünschen wir euch, sooft ihr in Zukunft von diesem Brot des Lebens esst.“

Eine kleine Gesanggruppe aus den Reihen des Bexx-Chors unter der Leitung von Bernhard Wittling sorgte von der Empore aus für die musikalische Gestaltung. 

Die Erstkommunionkinder sind: Lena Kasper, Emma Lauer, Mia-Maria Paul, Leon Scholler.